Pflanzenschutzberater Johann Andert | © Kwizda Agro GmbH
Saison 2024 - am 26.03.2024

Rebschutz Aktuell - Austriebsspritzung

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Bedingt durch gute Wasserversorgung über die Wintermonate und warme Witterung im Februar und März reagiert die Natur mit einem verfrühten Aufwachen. Die Weinreben befinden sich im Stadium Knospenschwellen, in Gunstlagen bereits im Wollestadium, weshalb eine Austriebsspritzung und andere Maßnahmen gemacht werden sollen. Womit erfahren sie hier:

 

Empfehlung gegen Kräusel- und Pockenmilbe, Oidium und Phomopsis

7, 5 kg Netzschwefel Kwizda/ha

 

 

Schwefelpräparate sind die einzigen regulären „Akarizide“ gegen Schadmilben. Eine Notfallzulassung für Samba K wurde nicht genehmigt!  Die Austriebsspritzung ist die erste direkte Pflanzenschutzmaßnahme im Jahr und hat zwei Effekte:

1.) Schadmilben: Kräusel- und Pockenmilben überwintern in den Knospenschuppen und erwachen gleichzeitig mit der Knospenentwicklung, verlassen die Knospen und besiedeln das junge Blattwerk. Durch die rasante Vermehrung und Saugtätigkeit kann ein massiver Schaden wie ungleichmäßiger Austrieb, verkürzte Internodien und Blattdeformationen entstehen. Erst später im Jahr werden diese Schadmilben durch Nützlinge und den Zusatz von 2-3 kg Netzschwefel Kwizda/ha zu jeder Fungizidspritzung in Schach gehalten.

2.) Phomopsis und Oidium: Gleichzeitig ist Netzschwefel Kwizda die erste fungizide Vorbeugemaßnahme gegen Oidium (Oidiumfiguren) und Phompsis.

Bei Applikation (gute Benetzung des gesamten Stocks) sollten sich die Knospen im Wollestadium befinden und Tagestemperaturen > 15 °C vorliegen. Laut Wetterbericht sollte dies ab Mitte der Woche und bis spätestens zum Wochenende der Fall sein. 

Knospe im Wollestadium auf einem Trieb mit schwarzen Phomopsis-Pusteln

 

Knospenfraß durch Rhombenspanner und Eulenarten

0,2 – 0,4 l Mimic + 0,15 l Designer*/ha

*Designer zeichnet sich durch beste Benetzung als auch Haft- und Wirkungsverbesserung von Kontaktwirkstoffen aus!

 

 

 

 

Werden vermehrt bis auf den Grund abgefressene Knospen gesichtet, so handelt es sich um schädliche Raupen wie Rhombenspanner oder Eulenraupen. Bei Befall kann im Zuge der Schwefel-Austriebsspritzung mit Mimic + Designer gemeinsam ausgebracht werden. Mimic darf auch noch später bis BBCH 55 gegen Eulenarten und gegen Traubenwickler eingesetzt werden.

 

Verbiss von Knospen und Trieben durch Rehwild

10 – 15 l Trico/ha mit 50 l Wasser solo anwenden

Die Knospen werden durch Rehe nicht so feinsäuberlich bis zum Knospengrund ausgehöhlt wie durch Rhombenspanner und andere Raupen. Auch das junge Blattgrün ist später noch für Rehwild sehr verlockend. 2 Anwendungen im Abstand von 28 Tagen. Gezielt auf die zu schützenden Jungtriebe applizieren. Nicht in der Hitze und nicht in Tankmischungen ausbringen (5 Tage Abstand zu anderen Spritzungen).

 

 

 

 

 

 

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Pfl. Reg. Nr.: Netzschwefel Kwizda 1941; Mimic 2620; Trico 2787.

 

Weitere Informationen, die neuen Regionalempfehlungen und Ratgeber

finden Sie ebenfalls auf unserer Homepage: www.kwizda-agro.at

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Kwizda Agro GmbH