Traubenwickler, Einbindiger, Bekreuzter; Heuwurm, Sauerwurm

Eupoecilia ambiguella, Lobesia botrana

Es gibt 2 Arten von Traubenwickler, der in Österreich auftritt:
der Einbindige Traubenwickler und der Bekreuzte Traubenwickler.
Durch die Larven der 1. Generation (Heuwurm) kommt es an den Gescheinen kurz vor dem Aufblühen zu lochförmigen Fraßstellen an den einzelnen Blütenkäppchen und zu einem Verspinnen mehrerer Blütenanlagen oder Blütenbüschel.
Die Larven der 2. Generation (Sauerwurm) schädigen durch Einbohrlöcher an den wachsenden bzw. heranreifenden Beeren sowie durch die Begünstigung des Befalls der Trauben durch den Pilz Botrytis cinerea ("Sauerfäule") und andere Fäulnispilze (z. B. Grünfäule, Rosafäule) und Bakterien (Essigstich) an den Wundstellen.

Vorkommen: An Reben.

Der Einbindige Traubenwickler überwintert als Puppe in Rinderritzen und schlüpft im Frühjahr ab Ende April. Die Eiablage erfolgt an den Blütenanlagen der Gescheine. Die daraus schlüpfenden Heuwürmer werden bis zu 12 mm groß und befressen die jungen Blüten. Dort verspinnen und verpuppen sie sich.
Der Schlupf der 2. Generation tritt Mitte bis Ende Juli ein. Das Weibchen der Sommergeneration legt die Eier auf die jungen Beeren. Die geschlüpften Sauerwürmer fressen an den Beeren. Wenn sie ausgewachsen sind seilen sie sich in Gespinstfäden ab und suchen die Überwinterungsplätze an den Stämmchen auf.

Einbindiger Traubenwickler      Bekreuzter Traubenwickler