Streifenkrankheit des Hafers

Helminthosporium avenae

Längliche bis ovale, einige mm große, meist intensiv rote Blattflecke. Schließlich dehnen sich die Befallssymptome zu streifenförmigen Nekrosen aus, die seitlich von Blattadern begrenzt werden. Die Krankheit wird zur Hauptsache über das Saatgut, weniger jedoch über Stoppelrückstände (Boden) übertragen.

Vorkommen: Bei Hafer vom Jugendstadium bis zur Reife.

Die Primärinfektion ist fast ausschließlich auf Saatgutbefall zurückzuführen. Das Dauermycel findet man auf den Innenseiten der Spelzen und in der Fruchtwand des Haferkorns. Während der Keimung dringt das Pilzmyzel zur Koleoptile, den Anlagen der ersten ein bis drei Blätter oder sogar bis zum Vegetationspunkt vor.
Sekundärinfektionen während der späteren Haferentwicklung gehen dann von den Konidien aus, die sich auf nekrotisiertem Blattmaterial bilden. Es enstehen unregelmßig geformte Blattflecken. Konidieninfektionen durch due geöffneten Spelzen, insbesondere zur Haferblüte, schließen über die Kontamination des Haferkorns den Entwicklungskreislauf des Erregers (Blüten-Keimlings-Infektion).
Die Primärinfektion wird bei kühler und trockener Aussaat begünstigt. Sekundärinfektion wird durch wechselnde Witterung mit Niederschlägen und Tageshöchsttemperaturen über 20 °C gefördert.

Streifenkrankheit des Hafers