Stippe
An den Früchten zeigen sich erste Symptome dieser physiologischen Erkrankung im Fruchtinneren. Später erst treten an der Schalenoberfläche - v.a. im Bereich der Kelchpartie - einige Millimeter große, etwas eingesunkene, graugrün bis bläulich gefärbte Flecke in Erscheinung. Werden stippige Früchte durchgeschnitten, so findet man meist unmittelbar unter der Schale Nester von abgestorbenem, braunen Gewebe. Solche Äpfel schmecken bitter.
Durch die Stippigkeit können außerordentlich hohe Verluste entstehen. Erkrankte Früchte sind praktisch unverkäuflich.
Das Stippigwerden der Äpfel wird durch das Zusammenwirken eines ganzen Faktorenkomplexes ausgelöst. Stippigkeit fördernde Faktoren sind: hohe Feuchtigkeit im August, Temperaturschwankungen vor der Reife, enge Pflanzabstände, starwüchsige Unterlagen, starker Trieb, scharfer Schnitt, geringer Fruchtansatz, starkes Ausdünnen, größe Früchte, schlechte Fruchtausfärbung, dichte Kronen, Humusarmut, späte Stickstoffdüngung, Kaliüberdüngung, Spritzung mit Magnesiumsalzen, frühe Ernte, Lagerverzug, niedrige Luftfeuchtigkeit im Lager, Verarmung an Calcium im Fruchtfleisch.
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| Stippe beim Apfel |

