Spinnmilbe, Gemeine
Tetranychus urticae
Ausgewachsen sind Spinnmilben ca. 0,5 mm groß, von gelblicher bis gelbrötlicher Farbe sowie 2 dunklen Flecken auf dem Rücken. Die Larven weisen 6, erwachsene Tiere 8 Beine auf. Am Kopf befindet sich eine Spinndrüse, mit deren Sekret vornehmlich die Blattunterseiten mit Gespinstdecken überzogen werden. Beim Anstechen der Blätter sondern die Tiere Speichel ab, der für die Blattmasse toxisch ist und gelbe, später schwarzbraune Flecken hervorruft. Der Schaden beginnt meist im unteren Pflanzenbereich und schreitet zur Wipfelregion fort. Befallene Blätter vertrocknen und hängen am Stengel herab, werden also nicht abgeworfen. Der Schaden setzt in der Regel am Bestandesrand ein und breitet sich halbkreisförmig aus.
Der Wirtspflanzenkreis umfasst Bohnen, Kartoffel, Zuckerrüben, Tomaten, Gurken, Reben, Apfelbäume, zahlreiche Gräser, Zierpflanzen und Kräuter.
Die Gemeine Spinnmilbe überwintert als ausgewachsenes Tier oder in der roten Diapauseform in Rissen von Holz oder in Pflanzenresten, teils in Verstecken am Boden. Mit zunehmender Verholzung dieser Pflanzen (Nachblüte) bzw. nach dem Schnitt wandern die Milben in Feldbestände ein. Kennzeichnend für die Entwicklung sind ein Eistadium sowie 3 bewegliche und 3 (beinlose) Ruhestadien. Aus dem letzten Ruhestadium entwickelt sich das vermehrungsfähige Weibchen.
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| Die Spinnmilbe |

