Speisebohnenkäfer

Acanthoscelides obtectus

Dieser birnenförmige, etwa 4 mm lange, bräunliche Käfer trägt auf den Flügeln hellgraue Längsflecken und ist auf der Oberseite grüngelb und auf der Unterseite hellgrau behaart. Seine Beine und auch die Fühler sind teilweise rötlich gefärbt. An den hinteren Beinen befinden sich mehrere Dornen.
Aus dem länglich geformten, etwa 0,7 mm langen Ei schlüpft eine etwa 0,6 mm lange Larve, die sich im Innern der befallenen Bohne viermal häutet, auf etwa 4 mm Länge heranwächst und verpuppt.
Bis zu 28 Käfer können sich in einer Bohne entwickeln, die dadurch vollständig zerfressen wird. Es entstehen ein oder mehrere kreisrunde Löcher in den Bohnensamen. Die runden Ausflugslöcher sind bei Speisebohnen und Erbsen etwa 1,7 bis 2,4 mm groß, bei Linsen lediglich 1,2 bis 1,7 mm.

Der Käfer befällt in Speichern und zum Teil bereits im Freien vor allem Speisebohnen, Erbsen, Linsen, Kichererbsen, Sojabohnen, Busch-, Stangen- und Feuerbohnen. Der Käfer tritt inzwischen insbesondere bei warmer Witterung auch im Freiland auf. Er kommt in fast allen wärmeren Länder der Erde als sehr bedeutender Schädling in Leguminosensamen vor.

Die eintrocknenden Hülsen werden mit Eiern belegt. Die Käfer können bei uns im Freiland nicht überwintern. Die Weibchen legen bis zu 85 weißfarbene Eier lose zwischen geerntete Bohnen ab oder im Freien bei welken oder vertrockneten Speisebohnenpflanzen durch einen in die Hülsennaht genagten Spalt.
In warmen Ländern erfolgt der Befall bereits überwiegend auf dem Felde. Die bei Zimmertemperatur nach etwa 4 Wochen schlüpfende Larve läuft gut und frisst sich in die Bohne ein. Vor der Verpuppung frisst sie die Samenhaut kreisförmig ein, so dass der aus der Puppe schlüpfende Käfer den von außen erkennbaren Deckel als Schlupfloch lediglich hinauszuschieben braucht.