Speichermotte
Ephestia elutella
Die Falter der Speichermotte sind ca. 10 mm lang. Ihre Flügelspannweite beträgt etwa 15 mm. Die braungrauen oder blaugrauen, gemusterten Vorderflügel sind etwas glänzend, haben helle Querbinden, sind kaum gezackt und dunkel gesäumt. Die Hinterflügel haben eine weißgraue Farbe. Die gelblichen Eier sind ca. 0,5 mm groß, längsoval und mit skulpturierter Oberfläche. Die ausgewachsene Larve ist bis zu 15 mm lang. Ihre durchscheinende Färbung hängt vom Futter ab und kann weiß, gelblich, rosafarben oder auch bräunlich sein. Kopf und Nackenschild der Larve sind braun, ihre Körperoberfläche trägt bräunliche Flecken, in deren Zentrum meist Borsten sitzen, deren Anordnung und Größe mit Hilfe des Binokulars zur Artbestimmung herangezogen werden kann.
Die Larven sondern kontinuierlich einen feinen Spinnfaden ab, mit dem die Lebensmittel verklebt werden.
Befallen werden in Lagern und Haushalten Getreide verschiedener Arten, Kakaokerne, Schokolade, Schokoladenprodukte, Samen, Nusskerne verschiedener Arten, Tierfutter, Trockenobst und im Freiland Stroh (Strohdächer) und Heu, was ihr auch den Namen Heumotte gegeben hat.
Das Weibchen legt bis zu 300 Eier in die Nähe von Substrat für die schlüpfenden Larven, z. B. auf Getreidekörner. Die Eier rieseln bis zu etwa 5 cm tief zwischen die Körner. Die Entwicklung zur nächsten Faltergeneration dauert im Sommer etwa 6 Wochen. In einem Jahr entwickeln sich in unserem Klima etwa 2 Generationen. Der Falterflug erfolgt schwerpunktmäßig in der wärmeren Jahreszeit zwischen Mai und September.
Die im Herbst ausgewachsenen Larven überwintern als Diapause-Larven und verpuppen sich im kommenden Frühjahr. Die Puppe lagert in Ritzen versteckt in ihrem Kokon. Die Verpuppung der Wanderlarve, dem 5. Larvenstadium, erfolgt in einem dichtgesponnenen, weißen Kokon außerhalb des Nährsubstrates. Die dunkelbraune Puppe lässt am Hinterende bei genauer Betrachtung eine Geschlechtsbestimmung zu.
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