Septoria Saatgutverseuchung

Septoria nodorum

Saatgutverseuchung: an den jungen Keimlingen bilden sich an den häufig verkürzten Keimscheiden stecknadelkopfgroße, meist bräunliche Erhebungen.
Das häufigste und wichtigste Symptom ist die Spelzenbräune: Kurz nach dem Ährenschieben erscheinen an den Spelzen kleine braunvioltte Punkte. Die Bräunung durch den Septoria-Pilz greift insbesondere an den spitzseitigen Hälften der Spelzen weiter.
An diesen Stellen können vereinzelt auch Pyknidien (kleine, runde, dunkle Sporenbehälter) beobachtet werden. Gewebebräunungen können auch an der Ährenspindel auftreten. Spelzenbräune verursacht Kümmerkörner (Ertragsverluste) und Qualitätsminderung und führt zu Septoria-Saatgutsverseuchung (Störung von Keimfähigkeit und Triebkraft).

Bekämpfungsmöglichkeiten:
Schwellenwert: 3 bis 5 % Blattflächenbefall

Vorkommen: Vor allem an Winter- und Sommerweizen, aber auch bei Triticale, Gerste und Roggen.

Befallene Ernterückstände und infiziertes Saatgut stellen die wichtigsten Inokulumquellen dar. Auf den Pflanzenresten überdauert der Erreger in Myzelform; seine Pyknosporen werden durch Regenspritzer nur über kürzeste Entfernung verbreitet. Im Herbst und Frühjahr werden auch Ascosporen mit dem Wind über mehrere Kilometer verteilt.
Warmfeuchte Bedingungen im Verlauf des Schossens begünstigen die sekundäre Ausbreitung, die allein über Pyknosporen erfolgt. So bilden sich die Pyknidien nur nach Blattbenetzung. Durch auftreffende Regentropfen werden die Sporen auf benachbarte höher liegende Blattetagen sowie die Ähre transportiert. Ein ausreichender lnfektionserfolg setzt Tagesminimumtemperaturen von 8 - 10 °C voraus.
In den frühen Infektionstadien kann der Pilz nicht direkt in die Epidermiszellen eindringen, er tötet sie erst durch Toxine ab. In gleicher Weise breitet er sich dann in tiefere Gewebebereiche aus und bildet schließlich unter den Spaltöffnungen seine Pyknidien.
Die Inkubationszeit ist von der Temperatur, der weiteren Blattnässe sowie dem physiologischen Blattalter abhängig; Auf abgestorbenem Gewebe sporuliert der Pilz dreimal so schnell wie auf voll lebendem.

Saatgut