Septoria - Blattdürre
Septoria tritici
Oft schon im Herbst, stets aber im zeitigen Frühjahr, erkennt man an den unteren Blättern erste ovale, gelb-grüne bis wäßrig-graugrüne Flecken. Später bei Strahlungswetter sind die Nekrosen streifig, seitlich von Blattadern begrenzt. Die Blattflecken fließen zusammen, die Blätter sterben schließlich ab und vertrocknen (Blattdürre). Ährenbefall tritt nur selten auf. Auf beiden Blattseiten findet man bei Lupenbetrachtung Reihen schwarzer Pyknidien. Die Fruchtkörper erscheinen im Durchlicht anfangs hellbraun, dann braun bis schwarz mit heller Öffnung. Oft treten S. tritici und S. nodorurn gleichzeitig auf; sie können an ihren Fruchtkörpern unterschieden werden. Helminthosporium tritici-repentis verursacht ebenfalls Blattdürre.
Bekämpfungsschwelle:
40 % der Blätter mit Pyknidien
EC 32 - 43 auf F-4
EC 47 - 65 auf F-3
Wirtspflanzen sind Weizen, Triticale, Roggen, gelegentlich einige Gräser.
Befallene Strohreste auf der Bodenoberfläche stellen die wichtigste Inokulumquelle dar. Bei Spätsommerniederschlägen bilden sich schwarze Pseudothezien, die ab Anfang Oktober ihre windbürtigen Ascosporen entlassen. Diese infizieren noch im Herbst und im zeitigen Frühjahr die junge Weizensaat. Wird Weizen nach Weizen angebaut, kann die Saat auch von den durch Regenspritzer verbreiteten Pyknosporen der Vorfrucht infiziert werden. Der Infektionszyklus hängt von Feuchtebedingungen (Regen und Tau) ab. Erster Befall tritt bei Tagesminimumtemperaturen ab 4 °C auf, das Optimum liegt bei 20 - 25 °C. Mit hohem Infektionsrisiko ist zu rechnen, wenn nach Niederschlag von mindestens 2 mm zwei Tage Blattnässe folgen.
![]() |
| Blattdürre |

