Schweres Mosaik, Strichelkrankheit

 

Je nach Virusstamm und Sorte ist die Symptomausprägung unterschiedlich. Bei der Strichelkrankheit äußert sich die Primärinfektion in sogenannten "Tintenspritzern" blattunterseits. Bei Sekundärinfektionen zeigt sich anfangs ein ausgeprägtes Rauhmosaik, die Blattspitzen krümmen sich zusätzlich nach unten. Später kräuseln die Blätter, zeigen unterseits an den Nerven Nekrosen, werden spröde und knicken am Stängel leicht ab. Sie bleiben jedoch an der Pflanze haften. Der Wuchs der gesamten Staude ist gehemmt. Bei der Tabakrippenbräune äußert sich die Primärinfektion hingegen zumeist lediglich in schwacher Mosaikscheckung, gelegentlich ergänzt durch braune Strichel an den Nerven der Blattunterseite. Bei den Sekundärinfektionen ist das Krankheitsbild nicht einheitlich: Es variiert je nach Sorte und Umwelt von Symptomlosigkeit über leichtes bis hin zu schwerem Mosaik. Strichelerscheinungen auf den Nerven sind selten. Uberwiegend wird leichtes bis sehr leichtes Mosaik ausgebildet. Neu ist, dass das Y-Virus bei einigen Sorten auch an Knollen ring-, bogen- und fleckenförmige Nekrosen hervorrufen kann. Die Nekrosen werden normalerweise erst im Laufe des Monats August sichtbar.

Neben der Kartoffel, Tomate und weiteren Nachtschattengewächsen gelten auch zahlreiche Unkräuter (Ackergänsedistel, Ackerwinde, Gartenmelde, Gemeines Kreuzkraut, Hirtentäschel, Löwenzahn, Stechapfel, Gänsefuß) und Zuckerrübe als Wirte.

Das Virus wird in erster Linie durch Blattläuse übertragen. Für die Aufnahme genügen wenige Sekunden. Hauptüberträger sind die Grüne Pfirsichblattlaus und die Kreuzdornlaus. Aber auch andere Läuse können als Vektoren (z. B. Schwarze Bohnenlaus) dienen.

Strichelkrankheit