Schnaken
Tipulidae
Die 1,5 bis 2,5 cm langen graubraunen, langbeinigen, mückenartigen Schnaken, nehmen lediglich Wasser auf, sind folglich nicht schädlich. Fraß an den unteren Stengelteilen und an Kartoffelknollen wird hingegen von den grauen, bis 4 cm langen, madenartigen Larven hervorgerufen, deren Kennzeichen vor allem die sogenannte "Teufelsfratze" am Hinterleib ist. Bei Extrembefall werden die Knollen ausgehöhlt. Das Schadbild ähnelt dem des Engerlings.
Ihr Massenauftreten ist an feuchtkühles Wetter zur Zeit der Eientwicklung und des ersten Larvenstadiums sowie an nicht zu strenge Winter gebunden. Sumpfschnake und Gefleckte Schnake können vor allem nach Grünlandumbruch zu gefährlichen Knollenschädlingen werden. 50 Larven/qm werden als tolerierbare Obergrenze angegeben.
Die Schnaken sind weit verbreitet.
Die Schnaken legen je nach Art ab August bis Ende September zwischen 100 (Pales-Arten) und 350 bis 1.500 (Tipula-Arten) Eier pro Weibchen flach in den Boden ab. Noch im Herbst schlüpfen die Larven und beginnen mit dem Schadfraß. Nach Überwinterung (ca. 50 bis 70 % der Tiere gehen während dieser Zeit meist zugrunde) setzen sie den Schadfraß bis in den April hinein fort und verpuppen sich dann. Sumpfschnake und Gefleckte Schnake weisen jährlich eine Generation auf, die Kohischnake zwei (Flugzeit April/Mai und August bis Oktober).
