Schmier-/Wollläuse

Pseudococcidae

Die Wollläuse sind mit den Schildläusen eng verwandt. Statt der Schilde schützen sie sich mit Wachs, das in speziellen Drüsen erzeugt wird. Die dünnen Wachsfäden überziehen die Tiere und schützen sie gegen Austrocknung, Sonne und die meisten Spritzmittel.
Sie vermehren sich je nach Art durch Eier oder Geburt. Sie scheiden große Mengen Honigtau aus und werden deshalb von Ameisen beschützt. Vor allem die Buchenwolllaus Phyllapis fagi und die wollige Geißblattlaus Stagona xylostei treten öfters in Erscheinung. Die Fichten sind der Hauptwirt für die Fichtenläuse, die anderen Koniferen Douglasie, Kiefer, Zeder werden nur vorübergehend befallen. Andere Gehölze werden von der gemeinen Schmierlaus befallen, viele Kübelpflanzen von der Zitrus-Schmierlaus.

Befallen werden Laub-, Nadel- und Obstbäume sowie Zimmerpflanzen. Schmierläuse kommen weltweit vor. Die Weibchen sind Phloemsauger und an praktisch allen Teilen der Pflanzen anzutreffen. Bei den meisten Arten leben die Weibchen stationär, nachdem sie sich auf der Wirtspflanze festgesaugt haben. Bei einigen Arten wie zum Beispiel bei denen der Gattung Phenacoccus bleiben sie mobil und wechseln zur Nahrungsaufnahme, zur Eiablage, zum Häuten und zum Überwintern den Ort. Einige, als Wurzelläuse bekannte Arten saugen nur an den Wurzeln der Wirtspflanzen, leben immer unterirdisch und sind deshalb nur schwer zu entdecken. Bei Topfpflanzen sind sie (beim Umtopfen) an den typischen weißen Schmierspuren auf den Topfinnenwänden zu erkennen.

Einige Arten produzieren eine sehr dichte, aus Wachs bestehenden Behaarung, die sie vor Feinden schützt und sie auch sehr niedrige Temperaturen von bis zu -40 °C überstehen lässt. Andere Arten, wie die unterirdisch lebenden Wurzelläuse sind fast nackt und nur mehlig behaucht. Die meisten Arten legen ihre Eier in einer schützenden (haarigen) Wachshülle ab. Die Eiablage erfolgt meist in der wärmeren Jahreszeit, wobei hunderte von Eiern gelegt werden. In einem Jahr entstehen so ein bis zwei, unter sehr günstigen Bedingungen wie z.B. in einem Gewächshaus auch bis zu acht Generationen. Im Gegensatz zu den gepanzerten Schildläusen bevorzugen die meisten Schmierlaus-Arten eher krautige Pflanzen, in der Natur vor allem Gräser, Korbblütler und Hülsenfrüchtler.