Sattelmücke
Haplodiplosis marginata
Frühe Symptome sind angeschwollene Blattscheiden. Im Innern liegen die Larven, die diese sattelartigen Querwülste hervorrufen. Die Ähren bleiben oft in der Blattscheide stecken. Es kommt zum Nährstoffentzug bei der Kornfüllung, Frühreife und zu extremer Lagerungsanfälligkeit bei starkem Befall.
Eine Kontrolle der Felder ab Beginn der Eiablage ist unerlässlich. Wenn an den Blättern mehr als 5 Eier je Halm festgestellt werden, soll unverzüglich eine Bekämpfung durchgeführt werden. Die Ungrasbekämpfung, besonders der Quecke, des Hauptwirtes der Sattelmücke, soll gewissenhaft durchgeführt werden.
Besonders gefährdet sind Sommerweizen, Sommergerste und Winterweizen. Unter den Gräsern wird meist die Quecke befallen.
Mitte bis Ende Mai erfolgt die Ablage der rötlichen Eier in langen Schnüren an den Blättern der Getreidepflanzen. Die Maden schlüpfen nach wenigen Tagen und wandern in die Blattscheiden ein. Ende Juni/Juli verlassen die ausgewachsenen Larven die Blattscheiden und wandern in den Boden zur Überwinterung. Im Frühjahr erfolgt die Verpuppung unmittelbar unter der Bodenoberfläche. Voraussetzung für die Wanderung und Verpuppung ist ausreichende Bodenfeuchte.
