Rübenzystenälchen
Heterodera schachtii
Befallene Rübenpflanzen bleiben ab Ende Juni im Wachstum zurück. Die Blätter sind kleiner und heller. Die Hauptwurzel wächst nur wenig in die Länge und neue Seitenwurzeln werden laufend gebildet. Sie verfilzen, sodass der typische Wurzelbart entsteht.
Der Rübenzystennematode hat einen sehr großen Wirtspflanzenkreis, vor allem Arten aus der Familie der Kreuzblütler und Gänsefußgewächse. Besonders gute Wirtspflanzen sind Beta-Rüben, Rübsen, Raps, alle Kohlarten (bes. Weiß-, Rot- u. Chinakohl), Kohlrabi, Rettich, Radieschen, Spinat und zahlreiche Unkräuter (z.B. Ackersenf, Hirtentäschel).
Der Nematode überwintert als Ei im Boden. Jährlich schlüpt ein Teil der Larven innerhalb der Zyste nachdem sie sich einmal gehäutet haben. Die Larven wandern in den Boden und dringen über die Wurzelspitze in die Rüben ein. Das Pflanzengewebe wird angeregt zur Ausbildung eines Nährzellensystems, das als Grundlage für die Nematodenentwicklung dient. Danach folgen weitere Häutungen. Die Weibchen schwellen an und bringen das Wurzelgewebe zum Aufreißen. Die Männchen schlüpfen später und suchen die Weibchen zur Begattung. Nach der Eiablage verwandeln sich die Weibchen in braune Zysten, die sich von der Wurzel lösen.
