Rüben- oder Schwarze Bohnenlaus

Aphis fabae

Stark befallene Pflanzen bleiben im Wachstum zurück und die Blätter werden rauh, blasig und kräuseln. Sehr hohe Blattlauszahlen hemmen das Wachstum und führen später zu nichtviröser Gelbfärbung. Auf der Blattunterseite bilden die Läuse im Zentrum der Rübe dichte, schwarze Kolonien. Oft entsteht der klebrige Blattüberzug aus Honigtau.

Ab Ende April/Anfang Mai besiedelt die schwarze Bohnenblattlaus die Ackerbohnenfelder und richtet durch ihre Saugtätigkeit und durch die Erzeugung von Honigtau, an dem wiederum Schwärzepilze siedeln, oft beträchtliche Schäden an. Eine möglichst zeitige Aussaat trägt zur Reduzierung des Befalls bei. Die Schwarze Bohnenblattlaus kann auch mehrere Virosen übertragen.

Je nach Jahreszeit werden unterschiedliche Wirtspflanzen besiedelt. Winterwirte sind Pfaffenhütchen, manchmal auch der Schneeball. Sommerwirte sind bevorzugt Rüben und Ackerbohnen. Aber auch z. B. Mohn, Melde, Spinat, Gänsefuß, Distel, Sonnenblume, usw. werden befallen.

Die Laus überwintert im Eistadium. Die schwarze Bohnenlaus vollführt den Zyklus mit Überwinterung im Eistadium auf dem Pfaffenhut. Ab Mitte Mai schlüpft die Stammmutter, die lebende Junge absetzt. Auf den Winterwirten bilder sich 3 - 4 Generationen. Ende April bis Anfang Juni erfolgt die Besiedelung der Sommerwirte. Die Geflügelten setzen dabei bevorzugt im Herzblattbereich ihre Nachkommen ab. Es entstehen ungeflügelte Kolonien aus denen ab Mitte Juni wieder Geflügelte gebildet werden. Diese fliegen auf andere Sommerwirte. Ab Mitte Oktober/November fliegen die Weibchenmütter zum Winterwirt und setzen dort die Weibchen ab, die später von zufliegenden Männchen begattet werden und die Wintereier ablegen.

Schwarze Bohnenläuse