Rote Vogelmilbe

Dermanyssus gallinae

Die Rote Vogelmilbe zählt zur Gruppe der Milben und ernährt sich parasitär vom Blut von Vögeln. Der Parasit ist nicht auf bestimmte Wirte spezialisiert, sondern befällt Wirtschaftsgeflügel wie Hühner genauso wie Sing- und Ziervögel. Als Fehlwirte befällt die Rote Vogelmilbe auch Säugetiere und den Menschen, es kommt es zur so genannten Vogelhalterkrätze.

Vorkommen: vornehmlich in Geflügelstallungen

Die Rote Vogelmilbe ist etwa 1 mm groß und bewegt sich sehr schnell. Sie übersteht Hungerperioden von bis zu 6 Monaten. Sie vermehrt sich über Eier, die sich über ein Larvenstadium und zwei Nymphenstadien, die selbst keine Nahrung aufnehmen, innerhalb von 2 Wochen zur adulten Milbe entwickeln. Die Entwicklung läuft nur bei Temperaturen über 9 Gard Celsius ab, weswegen ein Befall bei Freilandhaltung vor allem im Sommer auftritt.

Sie befällt die Vögel nur nachts, am Tage versteckt sich der Parasit in Ritzen und Spalten in Stalldecken, Wänden, Sitzstangen etc. Hier bilden die Milben rote oder graue (ohne Nahrung sind die Milben grau gefärbt, daher auch manchmal als "Graue Milbe" bezeichnet) Beläge. Bei starkem Befall verstecken sie sich am Tage auch auf dem Tier. Bei brütenden Vögeln sind sie ebenfalls auch tagsüber auf Tieren zu finden.