Roggenstängelbrand
Urocystis occulta
In Längsrichtung an Stengeln, Blättern, Blattscheiden und im Ährenbereich schwarze bis dunkelbraune Krankheitssymptome sowie verkürzte und stand-schwache Halme. Die Infektion erfolgt überwiegend von verseuchtem Saatgut aus oder bei unmittelbarem Roggennachbau vom Boden aus (Keimlingsinfektion). Die vorhandenen Sporen keimen innerhalb einiger Monate aus. Auch Sporenanwehung von verseuchten Nachbarfeldern können zur Krankheit führen.
Vorkommen: Bei Roggen und Triticale (und Queckenarten).
Die Infektion geht hauptsächlich von Brandsporen am Saatgut aus. Es kann aber auch der Boden als Infektionsquelle dienen. Die dem Saatgut ahaftenden Sporen keimen nach der Aussaat und dringen in den Roggenkeimling ein. Eine Infektion junger Bestockungstriebe ist ebenfalls möglich. Der Erreger wächst in der Pflanze sproßaufwärts und ruft dort Schwellungen hervor.
Mäßige bis geringe Bodenfeuchtigkeit und Temperaturen von 13 - 17 °C begünstigen den Befall.
