Rapsstängelrüssler, Großer Kohltriebrüssler
Ceutorhynchus napi
Die ersten Symptome sind schleimige, später weiß umrandete Einstichstellen am Stängel (Eiablage). Die Folge sind gallertartige Missbildungen, beim Längenwachstum werden die verletzten Stellen zu dünnen Rinnen, Verdickungen und Krümmungen. Dort platzen die Stängel v.a. nach Frösten oder Niederschlägen auf. Später sind Ausbohrlöcher der Larven, v.a. in den Blattachseln zu finden. Es entstehen viele schwache Seitentriebe mit verspäteter Blüte.
Der Rapsstängelrüssler, ein schwarzer bis blau-schwarzer, ca. 3 bis 4 mm großer Rüsselkäfer, verlässt relativ zeitig im Frühjahr (oft auch noch im Spätwinter) sein Winterquartier und fliegt auf die Rapsfelder zu.
Der Kleine Kohltriebrüssler ist kleiner als der Rapsstängelrüssler (2,5 bis 3 mm), ebenfalls schwarz bis schwarzblau, hat aber einen typisch weißen Fleck am Nackenschild. Schädigend an Raps ist aber vor allem der größere Rapsstängelrüssler.
Die beinlose, gelblich-weiße Larve ist ca. 7 mm lang.
Schadensschwelle:
3 bis 4 Rapsstängelrüssler/Schale/Tag oder 10 Käfer/Schale/3 Tage
Zu den Wirtspflanzen zählen neben Raps auch Senf, Rübsen, Kohlgewächse und manche wilde Kreuzblütler (Hederich).
Der Rapsstängelrüssler überwintert als Käfer in einem Kokon in der Erde vorjähriger Rapsfelder. Flug und Eiablage finden ab einer Temperatur von 5 - 7 °C statt. Das Weibchen beginnt mit der Eiaglabe 2 Wochen nach dem Reifungsfraß unterhalb der Triebspitze. Der Haupttrieb krümmt sich an den verletzten Stellen und die Stängel können aufplatzen. Die Larven ernähren sich bis zur Reife im Stängelmark. Im Sommer verlassen sie die Rapsstängel um sich im Boden zu verpuppen. Die Jungkäfer legen eine Herbst-/Winterruhe ein.
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| Schaden des Rapsstängelrüsslers |

