Rapsschwärze, Kohlschwärze
Alternaria brassicae
Am Wurzelhals treten längliche, braune Verfärbungen auf, die zu Fäulnis oder Einschnürungen führen. Aber auch Keim- und Laubblätter können befallen werden. Es bilden sich kleine schwarze, eckige Nekrosen, die sich vergrößern und oft von einem gelben Rand umgeben sind. Auf Stängeln und Schoten entwickeln sich längliche 5 mm große, scharf abgegrenzte oder fahlgraue Flecken mit schwarzem Rand. Bei starkem Befall kommt es zum vorzeitigen Platzen der Schoten und starkem Ernteausfall.
Alle Kreuzblütler sind Wirtspflanzen, v. a. Kohlarten und Senf.
Der Pilz überdauert an Pflanzenresten, Ausfallsraps, im Boden als Dauersporen und am Saatgut. Der Erstbefall geht meist von den auf Ernterückständen gebildeten Konidiosporen aus. Das Auftreten der Rapsschwärze ist stark witterungsabhängig: Warmes Wetter und hohe Temperaturen begünstigen das Krankheitsauftreten. Optimale Keimung findet bei 22 - 25 °C und in flüssigem Wasser statt. Der Pilz dringt in die Sapltöffnungen oder direkt über die Wachsschicht ein und bildet die Konidiensporen. Die Verbreitung der Sporen erfolgt mit dem Wind und Niederschlägen.
