Rapsglanzkäfer
Meligethes aeneus
Der 1,5 bis 3 mm große blauschwarz glänzende Käfer mit keulenförmig ausgebildeten Fühlern beginnt ab einer Lufttemperatur von ca. 8° C aktiv zu werden und ab 15° C intensiv die Rapsfelder anzufliegen. An der Pflanze werden dann die Knospen von den Käfern von der Seite her angefressen, damit diese zum Pollen gelangen können. Der Käfer ernährt sich hauptsächlich von Blütenstaub. Er zerbeißt die Kelch- und Blütenblätter und verletzt somit die Fruchtknoten. Die vom Käfer angefressenen Knospen vertrocknen und fallen in der Folge sehr bald ab. Ertragseinbußen von 50 % und mehr sind bei einem starken (nicht bekämpftem) Rapsglanzkäferbefall keine Seltenheit.
Von besonderer Wichtigkeit ist allerdings, dass der Glanzkäfer nur so lange eine Bedrohung für den Raps darstellt, als die Knospen noch geschlossen sind. Ist der Raps einmal erblüht, kann der Käfer keinen Schaden mehr verursachen, da er ja ungehindert durch die geöffnete Blüte zum Pollen gelangt.
Schadensschwelle:
4 bis 5 Käfer je Haupttrieb (am Feldrand) und 2 bis 3 Käfer je Haupttrieb in der Feldmitte. Bei Sommerraps liegt die Schadensschwelle etwas niedriger.
Befallen werden Raps, Rübsen und viele andere Kreuzblütler wie Ölrettich, Senf, Kohlrübe, Acksenf, Hederich, u. a.
Bei Temperaturen um 10 °C verlässt der Käfer sein Winterquartier und fliegt zu den Rapsfeldern. Bei Sonnenschein und Wärme erfolgt eine rasche Besiedlung vom Rand her. Zur Eiablage bohrt das Weibchen Knospen von unten an und legt in die Nähe der Staubgefäße bis zu 5 Eier ab. Wenige Tage später schlüpfen die Larven und ernähren sich auch von Blütenstaub, ohne Schaden anzurichten. Dann verlässt die Larve die Blüte zur Verpuppung im Boden. Ab Juni erscheinen die Jungkäfer und beginnen mit dem Reifungsfraß. Ende August fliegt der Käfer in die Winterquartiere.
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| Der Rapsglanzkäfer |

