Narren- oder Taschenkrankheit

Taphrina pruni

Jungfrüchte entwickeln sich gleich nach der Blüte zu flachgedrückten, oft etwas gekrümmten, schotenförmigen Gebilden von 4 - 6 cm Länge und 1 - 2 cm Dicke. Diese weisen eine runzelige, warzige Oberfläche auf und werden Taschen oder Narren genannt. Das Fruchtfleisch bleibt grün, hart und saftlos. Statt des Steines befindet sich im Innern von "Taschen" ein länglicher Hohlraum. Auf der Oberfläche der "Taschen" wird in der Folge ein reifartiger Belag gebildet. Dieser besteht aus den eng beisammenstehenden Asci des Pilzes.

Vorkommen: An Zwetschken.

Diese Krankheit tritt nur in Kulturen über 600 m ü. M., d.h. in Gebieten mit rauherem Klima, auf.
Die sexuelle Vermehrung erfolgt mit Hilfe der Ascosporen. Der Pilz überdauert wahrscheinlich an Trieben und die Infektion erfolgt von den Fruchtknoten. Dies kann als Blüteninfektion, bezeichnet werden. Nach dem Platzen der Schläuche gelangen die Sporen auf die Triebe, wo sie keimen und ein Mycel bilden.

Taschenkrankheit