Motten
Tinea
2 Mottenarten sind die am häufigsten vorkommmenden: Die Kleider- oder Textilmotte (Tineola bisselliella) und die Lebensmittel- oder Dörrobstmotte (Plodia interpunctella)
Die erwachsene Kleidermotte ist gelblich-weiß und wird etwa 9 mm lang. Andere Mottenarten sehen sehr ähnlich aus. Die Plodia interpunctella wird auch Kupferrote Dörrobstmotte genannt, weil die Flügelspitzen ihrer gelbgrauen Vorderflügel kupferrot gefärbt sind.
Die befallenen Gewebe sind mit sichtbaren Gespinströhren durchzogen - gerade diese Röhren erschweren eine effektive Bekämpfung.
Kleidermotten befallen Textilien aus tierischen Fasern. Die befallenen Textilien und Stoffe werden völlig durchlöchert.
Die Raupen der Dörrobstmotte hingegen leben von getrocknetem Obst, also Rosinen, Feigen und Wacholderbeeren. Man trifft sie aber auch in Nüssen, Mandeln und Hülsenfrüchten an. Die Raupen bilden besonders vor ihrer Verpuppung starke Gespinste in den befallenen Lebensmitteln.
Kleidermotte:
Allgemeines:
Die Kleidermotte kann durch Duftstoffe wie Lavendel, Kampfer oder Zedernholz aus den Kleiderschränken vertrieben werden.
Kennzeichen:
Gelblich glänzende Flügel ohne Zeichnung. Die Motte verkriecht sich rasch bei Störung oder Fangversuch.
Größe:
10 - 15 mm Flügelspannweite
Entwicklung:
Das Weibchen legt die Eier (bis 250 Stück) direkt auf Gewebe oder Pelzwerk ab. Nach 8 - 10 Tagen schlüpfen die weißlichen Raupen. Sie haben einen dunklen Kopf. Sie beginnen zu fressen und scheiden dabei einen weißen Faden ab. Aus diesem Faden weben sie ein Gespinst, unter dem sie sich beim Fressen verbergen. Schließlich verpuppt sich die Raupe und aus der Puppe schlüpft die Motte. Bei ausreichender Ernährung und guten Bedingungen dauert der gesamte Zyklus etwa ein viertel Jahr.
Futterpflanzen der Raupen:
Kleider, Stoffe, Felle.
Verbreitung:
In Wohnungen weltweit.
Dörrobstmotte:
Allgemeines:
Die Dörrobstmotte ist ein Lagerschädling mit kosmopolitischer Verbreitung.
Kennzeichen:
Kopf und Brust rötlich, Vorderflügel weiß-gelblich an der Basis und rotbraun auf der restlichen Fläche mit zwei schieferfarbenen Querbändern. Die Hinterflügel sind weißlich oder grau-gelblich.
Größe:
13 - 20 mm Flügelspannweite
Lebensraum:
Lager, Speicher, Warenhäuser, Wohnungen, entwickelt sich auch im Freiland.
Entwicklung:
Die Raupe ist weißlich bis fleischfarben mit gelblichen Nackenschild und rötlichbraunem Kopf. Die Raupe erzeugt am Nahrungssubstrat ein zähes Gespinst, durch das die Vorräte und Nahrungsmittel ungenießbar werden. Zum Verpuppen kriecht die Raupe in dunkle Ecken, oft weit entfernt vom Nahrungssubstrat. Im Freiland meist nur eine Generation, in beheizten Räumen rasche Generationsfolge.
Sie vertragen -10°C für mehrere Tage, nicht aber tieffrieren bei -18°C.
Die Gesamtentwicklungsdauer beträgt bei 30°C 30 Tage, bei 20°C 74 Tage. Die adulte Motte lebt 2-3 Wochen.
Futterpflanzen der Raupen:
Getreide, getrocknete Früchte, Sämereien, trockene Pflanzenteile, Nüsse, Mandeln, Schokoladenprodukte.
Verbreitung:
Ganze Welt.
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