Mehltau, Falscher
Peronospora parasitica, P. brassicae, Peronospora spp.
Auf jungen Pflanzen erscheinen blattoberseits anfangs schmutzig-grüne bis gelbliche Flecken (der Durchmesser beträgt ungefähr einen 1/2 cm), die sich dann rötlich-braun verfärben können. Diese Flecken können sich schon innerhalb von 24 Stunden beträchtlich vergrößern und Flächen von 1 bis 3 cm² bedecken. Blattunterseits bildet sich gegenüberliegend ein grau-weißer Pilzrasen. Die unter feuchten Bedingungen blattunterseits auf den Flecken gebildeten Sporangienrasen sind schwarzviolett. Es kommt zur Vergilbung und vorzeitigem Absterben der Blätter. An den Schoten erscheinen fahlbraune Flecken, die einen gräulichen Pilzrasen aufweisen. Bei fortschreitendem Befall kommt es zur Notreife.
Der Erreger kommt an zahlreichen kreuzblütigen Kultur- und Wildpflanzen vor.
Der Pilz überlebt langzeitig als Oospore (Dauerform), die geschlechtlich gebildet werden. Die Keimschläuche der Sporen dringen vorwiegend blattunterseits in die Spaltöffnungen der Blätter ein und breiten sich im Gewebe aus. Später wachsen aus den Öffnungen Konidienträger heraus. Die Konidien werden durch Wind und Regen verbreitet und infizieren erneut die Pflanzen. Temperaturen um 15 °C und hohe Luftfeuchte sind für Keimung, Infektion und Sporulation des Erregers förderlich.
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| Falscher Mehltau |

