Mehltau, Echter an Gemüse
Erysiphe cichoracearum, Sphaerotheca fuliginea
Echter Mehltau tritt hauptsächlich an den Blättern auf, vorwiegend an den Blattoberseiten. Es bilden sich runde, weiße Flecken, die sich rasch ausbreiten und schließlich die Blätter vollkommen überziehen. Der Mehltaubelag wird dichter und filzig und verfärbt sich - hauptsächlich bei Befall mit Sphaeroteca fuliginea - im Alter grau bis braun. Solch befallene Blätter sterben dann ab.
In Gewächshäusern und bei fortgeschrittener Kulturdauer kann es auch zu einem Befall auf Blattunterseiten, Stängeln und Früchten kommen.
Beide Arten von Echtem Mehltau können an den Pflanzen gemeinsam auftreten, in der Regel ist im Freiland eher Erysiphe cichoracearum zu finden und an Hausgurken Sphaerotheca fuliginea.
Vorkommen: An Gurke und Fruchtgemüse.
Beide Mehltaupilze besitzen zweierlei Fruchtformen, eine Nebenfruchtform (häufiger) mit Konidien und eine Hauptfruchtform (seltener) mit braunen Fruchtkörpern (Perithecien).
Die Verbreitung erfolgt durch Konidien, deren kettenförmige Abschnürung durch den Wechsel von Feuchtigkeit und Trockenheit gefördert wird. Durch Luftbewegungen werden die Konidien vertragen. Nach 3 bis 7 Tagen bildet sich aus den keimenden Konidien ein Myzel und eine erneute Sporulation findet statt. Sonniges und warmes Wetter fördert die Pilzentwicklung. Für die Keimung auf den Pflanzenoberflächen wird jedoch ein Wasserfilm benötigt. Primärinfektionen können durch Konidien an Pflanzenresten oder Gewächshauskonstruktionen bzw. Wildpflanzen erfolgen.
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