Manganmangel
Mangel dieses Nährstoffs tritt besonders auf leichten, wenig gepufferten Böden bei einem zu hohen pH-Wert (über 6) auf, da bei diesen Verhältnissen das Mangan nicht pflanzenverfügbar ist. Anhaltend trockenkalte Witterung kann zu gleichen Effekten führen. Mangelkranke Pflanzen treten häufig fleckenweise im Bestand auf und unterscheiden sich von gesunden Pflanzen durch ihre schmutzig-gelblichgrüne Farbe. Zunächst beginnen sich die jüngeren und mittleren Blätter an den Triebspitzen zwischen den Blattadern (= Interkostalfelder) gelblich zu verfärben. Entlang der Blattnerven bilden sich dann später kleine, dunkle, nekrotische Punkte Die ersten Symptome sind immer an den oberen Blättern zu finden, da Mangan im Gegensatz zum Magnesium in der Pflanze ein immobiles Nährelement ist. Bei anhaltendem Mangel rollen sich die Blätter unter Braunfärbung ein und sterben ab.
Ausreichende Kali-Düngung fördert die Manganaufnahme der Pflanze. Liegt ein relativ hoher pH-Wert im Boden vor sollten für die Düngung physiologisch saure Dünger bevorzugt werden.
