Maiszünsler
Ostrinia nubilalis
Der Maiszünsler weist eine Flügelspannweite von ca. 30 mm auf und ist bei einer zimtbraunen Grundfärbung durch gelbbraune gezackte Querstreifen auf den Vorderflügeln gekennzeichnet.
Die bis zu 3 cm langen, braun-gelblichen Raupen des Zünslers sind gekennzeichnet durch eine schwarze Kopfkapsel, sowie dunkle Rücken- und helle Seitenlinien.
Erste Befallsanzeichen sind quer zur Blattachse verlaufende Reihen von Fraßlöchem in den mittleren und oberen Blattetagen. Am Stängel finden sich runde Bohrlöcher, aus denen Bohrmehl und Raupenkot quillt. Häufchen von Bohrmehl liegen auch in den Blattachseln. Das oberste Stängelglied mit der Fahne knickt häufig ab. Im Bereich des Kolbens durchzieht die Larve mit ihren Fraßgängen sowohl den Kolbenansatz als auch die Spindel.
In die noch weichen Körner dringt die Larve sowohl von innen über die Spindel als auch von außen über die Lieschen ein. Meist ist eine stärkere Verpilzung des Kolbens die Folge dieser Fraßtätigkeit. Sie durchziehen mit ihren Fraßgängen die Stängel nach oben bis in das Fahnenglied und nach unten bis zum Wurzelkopf. Dabei werden das Stängelmark und die Leitungsbahnen zerstört.
Wirtspflanzen sind krautige Pflanzen wie z. B. Hopfen, Tomaten, Sonnenblumen, Kartoffeln. Eine Vermehrung ist jedoch nur auf Mais möglich.
Anfang bis Mitte Juli erscheinen die Falterweibchen zur Eiablage. Maiszünsler sind Dämmerungsflieger und legen in den Abend- und Nachtstunden die weißen Eier in Gelegen bis ca. 40 Eiern dachziegelartig an die Unterseite der mittleren Maisblätter ab. Nach 14 Tagen schlüpfen die gelbbraunen Raupen, verteilen sind rasch über die benachbarten Blätter und bohren sich in den Haupttrieb ein. Im Herbst ist die Masse der Raupen im untersten Stängelglied zu finden. Dort erfolgt auch die Überwinterung. Im Mai des Folgejahres verpuppt sich die Larve und der Entwicklungszyklus schließt sich.
