Lilienhähnchen

Lilioceris lilii

Die Tiere werden sechs bis acht Millimeter groß. Sie haben ein siegellackrotes Halsschild, gleichfarbene Flügeldecken und einen schwarzen Kopf und schwarze Beine. Die schwarze Färbung unterscheidet sie vom sehr ähnlichen Maiglöckchenhähnchen (Lilioceris merdigera), das einen roten Kopf hat und bei dem große Teile der Schenkel und Schienen der Beine rot gefärbt sind.

Das Lilienhähnchen ist der verbreitetste Lilien-Schädling in Europa. Es ist außerdem in Nordafrika und Asien vorkommend und wurde nach Nordamerika eingeschleppt. Man findet das Lilienhähnchen auf Feuchtwiesen, an Ufern, Gärten und Parkanlagen mit Lilien.

Sowohl die Imagines, als auch die Larven fressen an verschiedenen Arten der Lilien, aber auch an Maiglöckchen, Kaiserkrone oder Zwiebeln und richten wegen ihres erhöhten Nahrungbedarfs dabei größeren Schaden an als die Adulten. Sie tarnen sich, indem sie ihren Kot auf dem Rücken ablagern. Ihr Leben verbringen sie in diesem schleimigen Kothaufen, sodass nur der Kopf heraussieht.

Bei Bedrohung können die Käfer ein zirpendes Geräusch erzeugen.Die Weibchen legen insgesamt ca. 300 ihrer Eier in kleinen Gruppen auf der Blattunterseite ihrer Futterpflanzen ab. Die Eier sind etwa einen Millimeter groß, zylinderförmig und rot gefärbt. Nach zwei bis drei Wochen verpuppen sich die fertig entwickelten Larven im Boden. Nach weiteren ein bis zwei Wochen schlüpft der Käfer. Die Käfer können bis zu drei Generationen ausbilden. Man findet sie von April bis Juni und im September auf den Fraßpflanzen.