Kohltriebrüssler, Gefleckter

Ceutorhynchus quadridens

Die Schädigung ist äußerlich schwer zu erkennen, da der Rapsstängel gerade weiterwächst. Erste sichtbare Symptome sind die Einstichstellen der Eiablage. Beim durchschneiden sind im Stängelmark, die durch Kot braun verfärbten Fraßgänge und die weißlichen Larven zu finden.
Die Bohrlöcher im unteren Stängel sind Eintrittspforten für Sekundärinfektionen (Phoma, Verticillium).
Der 2,5 bis 3,5 mm lange weißgraue fleckige Käfer hat einen dünnen gebogenen Rüssel. Die Larve ist weißlich, gekrümmt, beinlos und 4 - 5 mm lang mit brauner Kopfkapsel.

Schadensschwelle:
3 bis 4 Kohltriebrüßler/Schale/Tag oder 10 Käfer/Schale/3 Tage

Befallen werden Raps, Rübsen, Kohlarten, Senf und einige wilde Kreuzblütler.

Der gefleckte Kohltriebrüssler erscheint in Rapsfeldern etwa zur gleichen Zeit wie der Rapsstängelrüssler. Nach einem Reifungsfraß erfolgt die Eiablage bevorzugt in Blattstiele. Die Larven fressen in Blattmittelrippen, -stielen, und Trieben. Nach dem Verlassen der Pflanzen und einer Puppenruhe schlüpfen die Jungkäfer zur Zeit der Rapsernte. Nach dem Reifungsfraß suchen sie geschützte Stellen für die Winterruhe auf.