Kohlschotenrüssler

Ceutorhynchus assimilis

Steht der Raps in Vollblüte, setzt meist der Zuflug durch den Kohlschotenrüssler ein. Dieser 2 bis 3 mm große Käfer ist schwarz gefärbt, wobei Körper und Beine mit einer grauweißen Behaarung versehen sind. Seine Fühler sind keulenförmig und geknickt. Der Schaden ist erst erkennbar, wenn die Larve durch ein rundes Ausbohrloch die Pflanze verlassen hat.
Im Innern hat die Larve des Kohlschotenrüsslers die Samenkörner an- oder ausgefressen.
Viel gefährlicher als durch die Fraßtätigkeit seiner Larven wird der Kohlschotenrüssler in seiner Eigenschaft als Wegbereiter der Kohlschotenmücke (siehe dort).

Schadensschwelle:
1 Käfer/1 - 2 Pflanzen

Neben Raps werden auch Rübsen, Kohlgewächse, Rettich, Radieschen und einige wilde Kreuzblütler befallen.

Der Käfer verlässt im Frühjahr sein Ruehlager und fliegt vor der Blüte in Rapsfelder ein. Nach einem Reifungsfraß an den Pflanzen sticht er die kleinen, sich bildenden Schoten an, um dort sein Ei abzulegen. Die aus dem Ei schlüpfende Larve frißt an den noch weichen Rapskörnern und reduziert so den Ertrag. Danach verlässt sie die Schote um sich im Boden zu verpuppen. Der Jungkäfer schlüpft und begibt sich nach einem Reifungsfraß an geschützte Stellen zur Winterruhe.