Johannisbeerblattgallmücke

Dasyneura tetensi

Die Mücke ist 1 - 2 mm lang. Der Körper ist braun-gelblich mit hellerem Hinterleib. Der Abdomen hat dunkel gefärbte Querbänder. Die Flügel sind durchsichtig. Das Ei ist 0,25 - 0,7 mm groß, blassweiß und zigarrenförmig. Die Larve ist bis zu 2 mm lang, meist weiß, selten orangefarben und die Spatula zweilappig.
Der Schaden äußert sich in den gekräuselten, meist flügelartig verdrehten Blättern. Im weiteren Verlauf der Vegetation öffnen sich die jungen Triebspitzenblätter nicht mehr und vertrocknen. Bei starkem Befall können Wachstum und Ertrag der Pflanze erheblich leiden. In Stecklingsbetrieben können Jungpflanzen infolge der Missbildungen unbrauchbar werden. In manchen Fällen wird den Befall der Johannisbeerblattgallmücke eine Infizierung durch die Brennesselblättrigkeit (Viröser Atavismus) maskiert; infizierte Pflanzen werden somit nicht frühzeitig entdeckt und ein Befall kann sich ausbreiten.

Vorkommen: An Schwarzen Johannisbeeren.

Die Johannisbeerblattgallmücke überwintert als Larve in einem Kokon wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche. Nachdem sie sich dort im Frühjahr verpuppt haben, schlüpfen etwa 2 Wochen später die Mücken der 1. Generation, die ab Ende April anzutreffen sind. Die Eiablage erfolgt in Falten junger Blätter, bevorzugt an den Triebspitzen. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven, die rund 12 Tage im Schutz der sich einfaltenden und einrollenden Blätter fressen. Pro befallenem Blatt sind meist mehrere Larven zu finden. Nach ihrem Reifungsfraß lassen sie sich zu Boden fallen, wandern wenige Zentimeter in das Erdreich und legen kleine, seidene Kokons ab; hier erfolgt die Verpuppung. Nach etwa 2 Wochen erscheinen die Mücken der 2. Generation. Pro Jahr ist mit 3 Generationen zu rechnen. An Johannisbeersorten mit Blattneubildungen bis in den Spätsommer kann es auch noch eine 4. Generation geben.