Hausschwamm, echter
Serpula lacrymans
Flache, krustenförmige, zimtbraune und weiß berandete Fruchtkörper, weiße, braune bis graue Stränge; oft bindfadendick, bricht mit hörbarem Knacken; weißliche oder graue Mycelien; braune, dickwandige, elliptische Sporen; braunfaules Holz.
Für das Auftreten eines Hausschwammbefalls, dessen Langlebigkeit und Ausbreitung sowie den dadurch entstehenden Schaden sind mehrere ökologische Bedingungen im Gebäude von Bedeutung. Als wichtigste sind hier Feuchtigkeit, Temperatur und Luftaustausch zu nennen. Stimmen diese Bedingungen, sind die Abbauleistungen des Hausschwammes wie auch anderer Hausfäulepilze hoch.
Der Hauptfaktor für das Wachstum von Pilzen in Gebäuden ist Feuchtigkeit. Dies gilt für alle Hausfäulepilze wie auch für andere unerwünschte Pilze in Gebäuden.
Die optimale Holzfeuchtigkeit für den Hausschwamm liegt anfangs bei 30 - 40 %, später bei 40 - 60 %. Das Minimum für den Anfangsbefall beträgt sehr vorsichtig geschätzt 17 - 20 % (wahrscheinlich eher bei 25 %), das Maximum liegt bei über 90 %.
Eine für das Wachsen von S. lacrymans notwendige oder gar optimale Holzfeuchte tritt nur unter besonderen Bedingungen auf, insbesondere an Kondensationspunkten (z. B. schlecht isolierten Kaltwasserleitungen, eingemauerten Balkenköpfen und im Fall von Defekten (wie Leckagen).
Fruchtkörper:
EinBefall mit S. lacrymans ist an der meist grobwürfeligen Braunfäule im Holz, den ca. 1 bis 3 cm dicken, zimtbraunen, merulioiden Fruchtkörpern mit weißem, scharf begrenztem Zuwachsrand und den silbrig-grauen Strängen erkennbar). Frische (wachsende), noch angenehm riechende Stränge sind nicht grau sondern weiß bis cremefarben und von weichem, wattigem Mycel umgeben.
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| Der Hausschwamm |

