Getreidewickler
Cnephasia pumicana
Die Larven des Getreidewicklers werden im Frühjahr (ungefähr Mitte April bis Anfang Mai) vom Wind aus ihren Überwinterungsquartieren in die Felder vertragen. Sie erzeugen in den Blättern kleine, längliche Minen, in denen bei Durchlicht die Larven gut sichtbar sind. Zu einem späteren Zeitpunkt sind die Blätter gefaltet; in der Falte lebt eine 5 bis 8 mm lange, gelblichweiße bis gelblich-grüne Raupe. Das Schadbild der älteren, größeren Raupen (10 bis 15 mm Länge) ist mannigfaltig. Am auffälligsten sind angefressene Ähren, denen einzelne Körner durch die Fraßtätigkeit fehlen und die durch Kotkrümel verunreinigt sind. Oft sind solcherart geschädigte Ähren auch durch das Auftreten von Schwärzepilzen dunkel verfärbt. Der Schaden kann aber auch vor dem Ährenschieben durch Einbohren der Raupe in die geschlossene Fahnenblattscheide und darauffolgende Zerstörung der Ährenanlage, des Spindels oder sogar des Halmes erfolgen (häufig u.a. bei Gerste). Bei Ende der Larvenverdriftung sind Bekämpfungsmaßnahmen durchzuführen, wenn mehr als 40 bis 50 Minen/m² gezählt werden. Besonders gefährdet sind Felder in der Nähe von Baum- und Strauchbeständen (Alleen, Windschutzgürteln, Remisen, Wäldern, usw.).
Bekämpfungsschwelle:
2 Blattminen auf 3 Pflanzen (oder ca. 200 Minen/m2)
Vorkommen: An allen Getreidearten.
Ende Juli/Anfang August werden von den Weibchen die Eier an die Rinde von Laub- und Nadelbäumen gelegt. Nach 2 - 3 Wochen schlüpfen die rötlich-orangen Eiraupen und überwintern in Rindenritzen. Im Frühjahr wandern die Raupen den Stamm hinauf und werden mit Hilfe von Gespinstfäden vom Wind vertragen. Gelangen die Larven auf die Wirtspflanze beginnnen sie mit dem Minierfraß. Danach verpuppen sie zu einem Kokon an der Ähre oder an Blattscheiden, wo sie im Juni schlüpfen und zur Begattung zu Bäumen fliegen. Es gibt eine Generation pro Jahr.
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| Schaden des Getreidewicklers |

