Getreideschmalkäfer, Getreideplattkäfer

Orycaephilus surinamensis

Die Larven sind gelblich, glänzend, bis 4 mm, schlank. Die Käfer sind braun, flach und schlank. Der bis zu 3 mm lange Käfer ist durch den Seitenrand des Kopfes hinter dem Auge charakterisiert. Diese Schläfe erscheint als kleiner zahnähnlicher Vorsprung. Sie erreicht ein Drittel der Augenlänge. Der Halsschild trägt beiderseits sechs vorspringende, etwa gleich dicke, spitze Seitenzähnchen. Die Halsschildscheibe weist drei Rippen auf. Der Käfer ist von der Rücken- zur Bauchseite abgeflacht, grau-braun bis rostrotbraun. Die langgestreckten Flügeldecken sind mit drei glatten Längsrippen und dazwischenliegenden Punktreihen versehen. Die Fühler haben elf Glieder mit dreigliedriger Endkeule. Die weißen Eier messen etwa 0,8 x 0,3 mm. Die weißen bis schwach gelblichen Larven tragen eine lange feine Behaarung, ihre Brust- und Hinterleibsegmente rückenseitig braune Flecken. Die ausgewachsenen Larven erreichen bis 5 mm Körperlänge. Die cremefarbene Puppe erreicht Längen bis 3 mm.
Gemeinsam mit dem Kornkäfer ist der Getreideplattkäfer der bedeutendste Getreideschädling. Der Getreideplattkäfer hinterläßt als Schadbild keine typischen Spuren. Der Schaden entsteht durch Suche nach tierischer Nahrung und stärkehaltigen Fraß an Getreideprodukten. Dadurch kommt es zu Masseverlusten, Qualitätsminderungen infolge Erwärmung und einer höheren Luftfeuchte an den Wärmeherden mit nachfolgender Schimmelpilzentwicklung. Anders als beim Kornkäfer bilden sich die sog. Nester überwiegend in der Nähe der Oberfläche des Lagergetreides.
Fraßschäden entstehen an Lebensmitteln durch Larve und Käfer.

Der Käfer ist in Lebensmittellagern sowie in Neubauwohnungen durch das günstige Mikroklima zum häufigsten Schädling an Getreideprodukten geworden. Er ernährt sich von Getreideprodukten, Teigwaren, Nüssen, Mandeln, vor allem kohlenhydratreichen Produkten.

Die Käfer haben eine Lebensdauer von bis zu 3 Jahren. Die Weibchen legen 150 bis maximal 375 Eier einzeln ab. Die Larven schlüpfen bei 25 °C nach fünf Tagen. Die Larven verpuppen sich frei oder in einem Kokon aus verklebten Teilchen des Nahrungssubstrats. Nach achttägiger Puppenruhe schlüpfen die Käfer und können bis zu drei Jahre leben.
Die Entwicklungsdauer beträgt vom Ei bis zum Käfer bei 35 °C und 70 % rel. Luftfeuchte etwa drei Wochen. Der weltweit verbreitete Getreideplattkäfer kommt in warmen Getreidelagern zur Massenentwicklung.