Getreideblattlaus
Sitobion avenae, Rhopalosiphum padi, Metopolophium dirhodum
Bei starkem Befall sind vor allem die Ährenspindel, Rispenäste und der Spelzengrund dicht mit Blattläusen besiedelt. Geschädigte Ähren erscheinen lurz vor der Reife schmäler als gesunde. Auf Blättern können auch gelbliche Punkte erscheinen und die Blätter vegilben vorzeitig. Je nach den herrschenden Witterungsverhältnissen beginnt der Befall schon vor der Blüte, wobei die bevorzugten Besiedlungsorte (Ähren, Blätter usw.) je nach Blattlausart unterschiedlich sind. Eine erste Kontrolle soll unbedingt zum Zeitpunkt der Blüte durchgeführt und in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Auf Genauigkeit muß höchster Wert gelegt werden, denn die Blattläuse, insbesondere junge, die zwischen den einzelnen Körnern saugen, sind oft schwer zu erkennen.
Wenn zur Zeit der Blüte 3 bis 5 Blattläuse/Ähre und eine aufsteigende Populationstendenz (innerhalb weniger Tage eine Zunahme der Blattlauszahl) festgestellt wird, soll eine Bekämpfung sofort durchgeführt werden.
Neben Getreide werden auch zahlreiche Gräser besiedelt.
Am Winterwirt schlüpft im März/April die ungeflügelte Larven der Stammmutter. Aus ihr entwickeln sich die ungeschlechtlichen Generationen. Diese geflügelten Formen wandern zu den Sommerwirten. Am Sommerwirt entwickeln sich sich mehrere Generationen ungeflügelter Weibchen. Bei Überpopulation werden geflügelte Weibchen gebildet, die auf Ausfallgetreide und Gräser fliegen und sich weiter vermehren. Schließlich werden die Winterwirte besiedelt, wo ungeflügelte Weibchen gebildet und begattet werden. Die Eier werden an Rinde und Knospen abgelegt.
![]() |
| Getreideblattläuse |

