Gelbe Weizenhalmfliege
Chlorops pumilionis
Das Schadbild ist durch eine Verdickung und korkenzieherartige Verdrehung des obersten Halmgliedes sowie durch ein unvollkommenes Ausschieben der Ähre charakterisiert. Je nach Entwicklungszustand der Pflanze und Ausmaß der Zerstörungen können die Herzblätter vergilben (ein ähnliches Schadbild wie bei der Fritfliege oder der Brachfliege) oder der Befall wird erst im nächsten Frühjahr erkenntlich, wenn die Larve ihre Nahrungsaufnahme wieder beginnt. In diesem Fall bleibt der Sproß kurz, verdickt sich auffallend stark und wächst überhaupt nicht weiter. Auch die Blätter erscheinen verdickt, eine Ährenausbildung kommt gar nicht zustande. Die Made verpuppt sich Ende März im Halmgrund.
Die Gelbe Weizenhalmfliege hat zwei Generationen im Jahr. Die Fliegen der ersten Generation erscheinen Mai/Juni und legen ihre Eier auf Sommerungen und in der Entwicklung zurückgebliebenen Winterungen. Die Larven fressen anfangs helle, später bräunliche Fraßrinnen von der Ährenbasis bis zum obersten Knoten und verpuppen sich dort. Die Fliegen der zweiten Generation schlüpfen Juli/August und leben noch so lange, dass sie mit der Eiablage den Anschluß an die Winterungen (besonders Gerste und Roggen) finden. Die Jungmaden fressen sich durch das Pflanzengewebe bis zur Sproßbasis durch und überwintern dort.
