Fritfliege
Oscinella frit
Getreide
Die Maden der ersten (Frühjahrs-) und der dritten (Herbst-) Generation verursachen ein der Brachfliege ähnliches Schadbild: das Herzblatt vergilbt und lässt sich leicht aus der Blattscheide herausziehen. Es entsteht die typische Gelbherzigkeit.
Die Maden der Sommergeneration befallen hingegen die Ähren von Hafer und Gerste (seltener Weizen, Roggen) und verursachen durch ihre Fraßtätigkeit Weißährigkeit und Kümmerkornbildung. Bezüglich Auftreten und Bekämpfung gilt dasselbe wie bei der Gelben Weizenhalmfliege. Die Feststellung des günstigsten Bekämpfungszeitpunktes sowie der Bekämpfungswirtschaftlichkeit erfolgt durch Aufstellen von Blauschalen und Zählen der Fliegen bzw. Eier an den Pflanzen zum kritischen Zeitpunkt.
Mais
Ab dem 3. Laubblatt des Maises werden die Fraßschäden der ersten Fritfliegengeneration sichtbar. Die Larven fressen sich in der Blatttüte in das Blattgewebe ein. Leichte Schäden beschränken sich auf eine quer zu den Blattadern verlaufende Lochreihe, von der einige parallel zu den Blattadern mehr oder minder tief in die Blatttüte reichende Fraßrinnen ausgehen. Das parallel zu den Rinnen verlaufende Gewebe wird gelb und die Ränder schimmern silbrig.
Zu schweren Schäden kommt es, wenn die Larven den Vegetationspunkt der Pflanze erreichen und dadurch der Haupttrieb zerstört wird.
Die Mehrzahl der Pflanzen versucht zwar, diesen Schaden durch Ausbildung von 1 - 2 Seitentrieben auszugleichen, diese Seitentriebe bringen aber nur stark herabgesetzte Ertragsleistungen.
Vorkommen: An Getreidearten, Mais und vielen Kultur- und Wildgräsern.
Die Fritfliege hat drei Generationen im Jahr. Die schwarze Fliege ist ca. 2 mm lang und hat rote Augen. Die Weibchen legen die Eier im 1-Blattstadium in die Blatttüte ab. Die Made (5 mm lang, schlank, glasig-weiß mit abgerundetem Hinterleibsende) frißt sich durch den Herztrieb bis zum Grund.
Ende April bis Anfang Juni beginnt der Flug der 1. Generation. Die 2. Generation findet Ende Juni bis August und die 3. von August bis Oktober statt. Die Larven der 1. und 3. Generation schädigen die Saat, die 2. Generation und z. T. auch die 1. befallen die Kornanlagen.
Die Made überwintert zwischen den Blattscheiden. Sie verpuppt sich dort im Frühjahr. Die Puppe ist 3 mm lang, tonnenförmig und hell- bis rotbraun.
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