Flugbrand an Weizen und Gerste

Ustilago tritici, Ustilago nuda

Erkrankte Pflanzen sehen meist bis zum Ährenschieben gesund aus. Statt Kornanlage und Spelzen enthalten sie schwarzbraune Sporenmassen, die zunächst von einem silbrigen Häutchen umschlossen sind. Nach dem Ährenschieben reißt es auf, und die Brandsporen stäuben aus, so daß die nackten Ährenspindeln zurückbleiben. Gerstenflugbrand ist mit dem Gerstenhartbrand (U. hordei) verwechselbar.

 

Weizenflugbrand Ustilago tritici befällt alle Kulturarten des Weizens, daneben vereinzelt Roggen und Triticale. Gerstenflugbrand U. nuda ist auf Gerste beschränkt.

Die Brandsporen gelangen durch Luftbewegungen in die Blüte gesunder Pflanzen und infizieren unmittelbar nach der Befruchtung den Embryo. Es handelt sich hier um eine Blüten-Embryo-Infektion). Optimal sind 19 - 25 °C und 80 - 100 % r. F. Erfolgt das Auflaufen der Saat bei niedrigen Temperaturen, so ist der Flugbrand in den Ähren geringer. Winterweizen ist daher weniger als Wintergerste gefährdet.

Flugbrand