Erdraupen, Wintersaateule

Arotis segetum

Die Wintersaateule erreicht eine Flügelspannweite von 4 cm. Die Vorderflügel sind gelblich-grau bis braun-grau und weisen unterschiedlich deutlich ausgeprägte Nierenzeichnungen auf. Die Hinterflügel zeigen einen bräunlichen Rand und sind beim Männchen weiß, beim Weibchen hellgrau gefärbt.
Die glänzende 4 - 5 cm lange Raupe ist von schmutzig-grauer, manchmal auch rötlich-grauer Farbe. Der Körper weist 3 dunkle Längslinien auf, deren mittlere durch einen weißen Streifen geteilt ist. Den bräunlichen Kopf kennzeichen 2 dunkle, halbmondförmige Flecken.
Bei Berührung rollen sich die Tiere spiralig ein. Die Raupen fressen zunächst an Blättern (Fenster-, Loch- und Blattrandfraß), später auch an den Wurzeln. Bei starkem Auftreten kann es zum Absterben der gesamten Pflanze kommen.

 

An vielen Garten- und Feldkulturen.

Der Falterflug beginnt etwa Ende Mai, erreicht im Juni/Juli seinen Höhepunkt und wird Ende Juli abgeschlossen. Durch Spätentwickler kann es allerdings im August/September zu einem 2. Flughöhepunkt kommen.
Die 0,5 mm großen, weißen, später schwarzen Eier werden in Klumpen an die Pflanzen gelegt. Herrscht zu dieser Zeit eine Schönwetterperiode, kann es zu Massenauftreten kommen. Jedes Weibchen legt zwischen 200 und 2.000 Eier, im Schnitt 800. Das erste Larvenstadium frisst bevorzugt Blattmasse. Gegen Ende des 2. Larvenstadiums werden die Tiere jedoch lichtscheu und wandern tagsüber in den Boden.
Am schädlichsten ist das 6. Larvenstadium, für das insgesamt die gleiche Entwicklungszeit benötigt wird, wie für die 5 übrigen Stadien zusammen, Diese L6 überwintert und verpuppt sich etwa im April.

Wintersaateule