Erdbeermilbe

Steneotarsonemus pallidus

Die Weibchen sind 0,25 mm lang. Der Körper ist hellbraun, länglichoval und etwas tonnenförmig, die Hinterbeine sehr dünn und am Ende mit je einer langen, geißelförmigen Borste. Die Männchen sind 0,2 mm lang, der Körper hellbraun und oval, die Hinterbeine breit, innen rundlich ausgebuchtet und am Ende mit einer starken Klaue. Die Larven sind weißlich, der hinterer Teil des Körpers dreieckig mit 6 Beinen.
Durch das Saugen der Milben an den jungen Blättern entfalten sich diese nicht oder nicht normal, bleiben klein und verkräuseln sich. Bei starkem Befall verfärben sich die Blätter grau bis braunrot und sterben schließlich ab. Die Pflanze kümmert und Fruchtansatz und -größe werden negativ beeinflußt. Der Befall breitet sich meist herdförmig aus.

Vorkommen: An Erdbeeren.

Im Frühjahr - ab Temperaturen um 6 bis 8 °C - kommen die Weibchen aus ihren Winterquartieren, den Blattscheiden der Herzblätter, hervor und beginnen an den noch zusammengefalteten und den sich entfaltenden Blättern zu saugen. Zwischen die Blatthaare werden etwa 35 Eier abgelegt, aus denen je nach Witterung, nach 10 - 20 Tagen die Larven schlüpfen. Nach einer kurzen Zeit des Saugens erreichen die Larven ein Ruhestadium, in dem sie sich zur adulten Milbe häuten. Pro Jahr kommt es zu mehreren sich überschneidenden Generationen, die hauptsächlich parthenogenetisch entstehen. Sie sind fast ausschließlich an den jungen, weichen Blättern zu finden, die sie bei zunehmender Verhärtung verlassen. Die Population erreicht ihren Höhepunkt etwa im August oder September. Dann endet die Vermehrung und die Weibchen suchen ihre Winterverstecke auf. Meist sinkt die Zahl der Tiere bis zum nächsten Frühjahr um ca. 90 %.

Erdbeermilben