Erbsengallmücke
Contarinia pise
Die erste Generation legt ihre Eier ab Mitte bis Ende Mai bevorzugt an die Triebspitzen und in die Blütenblätter ab. Die Larven leben gesellig und verursachen durch ihre Saugtätigkeit Verstauchungen, Verdickungen und Gallenbildungen. Die Triebenden werden geknickt und wachsen rosettenartig weiter. Die Blüten werden mißgebildet und vertrocknen schließlich, um später abgeworfen zu werden. Die Larven der zweiten Generation dringen hauptsächlich in die Hülsen ein (bis 300/Hülse), die durch ihr Saugen verkrüppelt werden und häufig aufplatzen. Die Samen reifen nicht heran. Der Neuanbau sollte möglichst weit von vorjährigen Erbsenfeldern erfolgen, da die Mücken nur ungefähr einen Kilometer weit fliegen. Eine sorgfältige Bodenbearbeitung kann einen Teil der Kokons an die Oberfläche befördern und zum Austrocknen bringen. Die chemische Bekämpfung mit zu diesem Zweck zugelassenen lnsektiziden richtet sich gegen die geflügelten Mücken und sollte erfolgen, wenn die ersten Blüten erscheinen. Der Mückenflug kann überdies mit Hilfe einer Gelbschale kontrolliert und die Behandlung nach dem Auftreten der Mücken gerichtet werden. Eine Wiederholung der Bekämpfungsmaßnahme ist vor allem bei frühen Sorten angebracht. Wartezeiten und Bienenschutzvorschriften beachten.
