Engerling, Feldmaikäfer
Melolontha melolontha
Engerlinge sind verbreitet vorkommende und bei Massenvermehrungen sehr gefährliche Schädlinge. Maikäfer treten in sogenannten Zyklen in größeren Zahlen auf.
Der Feldmaikäfer wird 20 - 30 mm lang und ist schwarz gefärbt. Kopf, Fühler, Flügeldecken und Beine sind braun. Die Käfer fressen Blätter von Bäumen und Sträuchern.
Engerlinge sind durch ihre bauchwärts gekrümmte Körperhaltung und den sich zum Körperende verdickenden Hinterleib, weiß- bis gelbliche Färbung und Weichhäutigkeit charakterisiert. Sie erreichen bis zur Verpuppung je nach Art Körperlängen von 30 (Gartenlaubkäferlarve) bis 65 mm (Maikäferengerling).
Engerlinge verursachen vor allem Wurzelfraß. Insbesondere beim Auftreten älterer Larven welken die Pflanzen und lassen sich leicht aus dem Boden herausziehen. Auch die Kartoffelknollen werden befallen und mehr oder weniger stark ausgehöhlt. Das Schadbild ähnelt bei Jungengerlingen dem der Erdraupen, später dem Mäusefraß.
Vorkommen: An zahlreichen landwirtschaftlichen, gärtnerischen und forstlichen Kulturpflanzen sowie Kräutern (hier vor allem der Löwenzahn) und Gräsern. Die Larven verschonen praktisch keine Nutzpflanze.
Die Entwicklung dauert beim beim Gartenlaubkäfer 1 Jahr, beim Junikäfer 2 Jahre, beim Feldmaikäfer 3 - 4 und beim Waldmaikäfer 3 - 5 Jahre. Die Käfer überwintern im Boden und erscheinen zur Zeit der Kastanienblüte. Nach einem Reifungsfraß legt das Weibchen die Eier im Boden ab. Die ersten Engerlinge schlüpfen im Spätherbst und überwintern in 20 - 60 cm Tiefe. Der Schadfraß setzt ab Mitte April des Folgejahres ein. Im Spätherbst wird das Winterlager aufgesucht. Die Überwinterung erfolgt in größeren Bodentiefen im Engerlingsstadium. Lediglich der Maikäfer überwintert nach Abschluß seiner Entwicklung ca. alle 3 - 4 Jahre in der Puppe als ausgewachsenes Tier. Im 2. Jahr häutet sich der Engerling im Sommer. Im 3. Jahr frißt er bis Juni und verpuppt sich dann in 20 - 40 cm Bodentiefe. Im August schlüpft der Käfer.
Ausreichend Bodenfeuchte ist befallsfördernd.
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