Dörrobstmotte

Plodia interpunctella

Die Flügelspannweite des Falters der Dörrobstmotte beträgt bis 20 mm. Der körpernahe Teil des Vorderflügels ist hellgrau bis ockergelb, der übrige Flügelteil rotbraun bis rot gefärbt und trägt blaue Querlinien, die bei abgeflogenen Faltern nur schwer zu erkennen sind. Die Hinterflügel sind hellgrau. Ihre zitronenförmig weißen Eier messen etwa 0,5 mm. Die weiß, hellrosa, oder gelbgrünlich gefärbten, fettig glänzenden Larven wachsen nach etwa 5 Häutungen auf etwa 13 mm Länge heran. Sie tragen einen rötlichbraunen Kopf, die sog. Kopfkapsel. Die Puppe färbt sich mit zunehmendem Alter von hellbraun nach dunkelbraun und liegt geschützt in einem dichten, etwa 7 mm langen Gespinstkokon.
Die Raupe ist bis 17 mm groß, gelblich-weiß, Kopf rötlich oder grünlich.
Die Vorderflügel der Falter sind innen silbergrau, außen mit rötlicher bis bronzefarbiger Binde.

Schäden entstehen durch Fraß, starke Verunreinigung durch Spinnfäden und Kotkrümel. Die Larven können im gesponnenen Kokon eventuell monatelang ohne Weiterentwicklung ruhen (120 - 315 Tage), plötzlich treten dann wieder Falter in der Wohnung auf. Die Larven kriechen auf der Suche nach Verpuppungsorten oft an Wänden und Decken umher.

Die Dörrobstmotte ist weltweit heute wahrscheinlich der wichtigste Schädling in der lebensmittelverarbeitenden Industrie. Diese Mottenart befällt Trockenfrüchte, Nüsse, Mandeln, Erdnüsse, Schokolade, seltener Getreide, Sämereien, trockene Kräuter und Insektensammlungen.

Die Gesamtentwicklung der Dörrobstmotte nimmt bei 18 - 22 °C und etwa 50 % rel. Luftfeuchte 120 - 315 Tage in Anspruch. In unbeheizten Räumen entwickeln sich in einem Jahr 1 bis 2 Generationen. Das Weibchen legt etwa 500 Eier. Die Larven können in Diapause überwintern.