Cercospora-Blattfleckenkrankheit

Cercospora beticola

Verstreut oder in einem Herd können im Bestand an älteren Blättern erst einzelne, dann zunehmend mehrere 2 - 3 mm große rundliche dunkle Flecken auftreten. Das Gewebe stirbt dann ab und wird in der Mitte graubraun bis silbergrau. Die Flecken sind von einem roten, braunen oder kaum ausgeprägten Rand umgeben, deutlich abgegrenzt vom gesundem Gewebe. Bei zunehmendem Befall fließen die Flecken ineinander, die Blätter sterben ab, vertrocknen und liegen schließlich auf dem Boden. Durch den Blattverlust wird die Pflanze zur Neubildung von Blattmaterial veranlasst. Dadurch verschiebt sich der Vegetationskegel nach oben und kann einen "ananasartigen Hals" bilden.

Durch die Blattneubildung kommt es zu Ertragsverlusten und zu einer Absenkung des Zuckergehaltes.

Der Pilz befällt Zucker- und Futterrüben sowie Rote Rüben, Mangold und Spinat.
Warnmeldungen bzw. Schadschwellen beachten (Voraussetzung: regelmäßige und sorgfältige Kontrolle des Bestandes).

Im abgestorbenen Gewebe bilden sich dunkle Hyphenknoten oder Myzelverdichtungen. Aus ihnen entwickeln sich viele unverzweigte Konidienträger, die durch die Atemöffnungen der Blätter nach außen ragen. Der Pilz überdauert als dunkles Stroma in Blattresten im Boden, von dem im Frühjahr die Primärinfektion ausgelöst werden kann.

Der Pilz bevorzugt feuchtwarme Witterung. Die Optimaltemperatur für die Konidienbildung liegt bei 25 - 30 °C bei 100 % rel. Luftfeuchte. Die Inkubationszeit dauert 8 - 14 Tage. Kurz nach Sichtbarwerden der Nekrosen beginnt die Sporulation.

Blattfleckenkrankheit