Braunrost

Puccinia recondita

Die braunen Rostpusteln erscheinen vor allem auf der Blattoberseite, seltener auf Blattscheiden, Ähren und Grannen. Befallene Blattflächen vergilben und vertrocknen. Die ca. 2 mm großen Sommersporenlager des Weizenbraunrostes sind ockerbraun, rundlich und unregelmäßig auf der Blattfläche angeordnet.
Die rostbraunen länglich-ovalen Lager des Roggenbraunrostes treten ab dem Schossen auf. Gegen Ende der Vegetationsperiode werden an Weizen und Roggen, vorzugsweise auf der Blattunterseite und Blattscheide, schwarz-braune Wintersporenlager sichtbar, welche im Gegensatz zu den Sommersporenlagern nicht aufreißen.

Bekämpfungsschwelle:
Erste Pusteln auf 20 % der Haupttriebe.

Wirtspflanzen des Weizenbraunrostes sind Weich- und Hartweizen sowie Triticale, auch Gerste, Roggen und einige Gräser. Roggenbraunrost kommt nur auf Kulturroggen vor.

Braunrost benötigt ganzjährig lebende Wirtspflanzen und überwintert als Myzel oder Sommerspore an Ausfallgetreide, Herbstsaaten und Gräsern. In Mitteleuropa erfolgt die Ausbreitung der Braunrostarten in der Regel durch Sommersporen.

Braunrost kann sich in einem weiten Temperaturbereich vermehren. Optimale Infektionsvoraussetzungen bestehen bei Nachttemperaturen um 15 °C und mehr als 4 Stunden Blattbenetzung. Für die Sporenbildung ist intensive Lichteinstrahlung notwendig.

Roggenbraunrost ist etwas besser an niedrige Temperaturen angepasst. Mit einer schnellen Vermehrung ist bei Tagen mit hoher Sonneneinstrahlung, Niederschlag gegen Abend oder einer langen Tauphase zu rechnen.

Erhöhte Braunrostgefahr entsteht bei mildem Herbst- und Winterwetter, warmem Frühjahr, Anbau anfälliger Sorten sowie bei hoher Stickstoffdüngung. Die neuen Hybridroggensorten sind deutlich anfälliger als die alten Populationssorten.

Braunrost