Blausieb

Zeuzera pyrina

Die Falter haben weiße, durchscheinende Flügel mit blauschwarzen-schwarzen Flecken. Die Männchen sind kleiner als die Weibchen. Die Raupen sind 50 - 60 mm lang, zuerst rosa, später gelblichweiß mit schwarzen Punkten.
Die gelben Raupen (mit schwärzlichen Warzen und Kopf) fressen in Trieben und Ästen der Bäume, es werden aber auch Stämme mit einem Durchmesser bis etwa 15 cm befallen. Der Befall ist erkennbar an den Häufchen von Kot in den Einbohrlöchern. Später kommt es zum Absterben von Blättern oder Trieben.

Das Wirtsspektrum des Blausiebs umfasst praktisch alle Obst- und Laubbäume.

Die Entwicklung vom Ei bis zum Falter dauert in Mitteleuropa zwei Jahre. Die Eier werden im Juni/Juli in Wunden, Rindenrissen oder Schlupflöchern gelegt. Die schlüpfenden Raupen bohren sich in den Bäumen ein. Sie dringen im Kernholz ein und legen dort Gänge bis 40 cm an. Die Larve verpuppt sich in ihrem Fraßgang zu einem seidenen Kokon. Im Sommer schlüpft die Puppe aus dem Kokon.