Birnengitterrost

Gymnosporangium sabinae

An der Oberseite der Birnenblätter entstehen orange-rote Flecken (gegen September). Hellbraune Gewebewucherungen (Aecidien mit hervorragenden Pseudoperidien) bilden sich auf der Unterseite.

Auf Wacholder: An älteren Zweigen im Bereich der Befallsstelle verdicken sich die Zweige mit dunkelbraunen Wintersporen. Zunächst sind sie polsterförmig, dann werden sie allmählich höher (bis 5 mm breit und hoch). Bei Befeuchtung vergrößern sich diese Lager zu gallertartigen, bis 10 mm breiten und 20 mm hohen, unregelmässig konischen, am Scheitel abgestumpften Lappen.

Wie viele andere Vertreter dieser Ordnung besitzt er zwei Wirte: die Birne und den Wachholder (Juniperus spp.).

Der Erreger des Birnengitterrostes gehört zu den Rostpilzen. Wie alle Rostpilze besitzt auch Gymnosporangium mehrere Sporentypen.
Nach der Entstehung keimen die Teleutosporen zu einer Basidie, aus der die Basidiosporen entstehen, die das junge Birnenlaub infizieren. Die in den "Gitterkörbchen" gebildeten Aecidiosporen infizieren die Triebe der Wacholderarten, an denen wiederum die Teleutosporen auftreten.
Wird der alternierende Wirt, im allgemeinen Juniperus sabina, ausgeschaltet - die Infektionskette also unterbrochen - tritt die Krankheit nicht auf. Eine Übertragung von Birnbaum zu Birnbaum oder von Wachholder zu Wachholder ist ausgeschlossen. Selten überwintert das einkernige Mycel am Blattgrunde der Knospen.

Birnengitterrost